Vielen Menschen liegt es nicht, sich beim Schreiben von Webseitentexten oder Blogartikeln auszudrücken. Sie können dafür umso besser mit ihrer Stimme andere in ihren Bann ziehen. Solltest du zu dieser Art von Menschen gehören, dann ist vielleicht der Podcast das richtige Medium für dein Marketing. 

Podcasts sind im Wachstum 

Es gibt mittlerweile Millionen von verschiedenen Podcasts in den unterschiedlichsten Bereichen und beinahe zu jedem Thema. 36 Prozent der Weltbevölkerung hört heutzutage Podcasts. In der Zeit von 2016 bis 2018 hat sich die Zahl der Hörer von Podcasts zwischen 30 und 49 Jahren in Deutschland verdoppelt. Da verwundert es natürlich nicht, dass sich fast jedes Unternehmen bei der Ausarbeitung seiner Marketingstrategie die Frage stellt, wie und wofür sich ein Podcast am besten nutzen lässt. Es gibt drei Hauptgründe für das Hören von Podcasts: 

  • Zur Unterhaltung 
  • Um Informationen zu erhalten 
  • Um Neues zu lernen. 

Erste Überlegungen 

Zuerst einmal ist es wichtig zu wissen, was du für dein Business erreichen möchtest. Eignet sich dein Produkt bzw. deine Dienstleistung für einen Podcast? Was ist dein Thema, mit welchem du dich in deinem Podcast beschäftigen möchtest? Es ist natürlich auch möglich, dass mehrere verschiedene Themen einfließen. Es sollte aber dennoch ein Hauptthema vorhanden sein. Anders ausgedrückt, du solltest einen roten Faden haben, welcher sich durch deine Podcasts zieht. Alles andere würde deine Hörer nur verwirren. 

Zu Beginn solltest du dir darüber im Klaren sein, dass es einer gewissen Ausdauer bedarf, einen Podcast aufzubauen. Wenn du schnell Geld verdienen möchtest, eignet sich ein Podcast daher eher weniger. Es empfiehlt sich, einen Podcast zusätzlich als Ergänzung in eine bestehende Marketingstrategie einzubauen. Ein Podcast rundet eine gute Contentstrategie ab. Deine Kunden haben so die Wahl, welches Format sie nutzen möchten. 

Vorteile von Podcasts im Marketing 

Mit einem Podcast hast du die Möglichkeit dir eine Fangemeinde für deine eigene Marke aufzubauen. Dies, ganz ohne bezahlte Werbung schalten zu müssen. Du erreichst deine potenziellen Kunden auf einer viel persönlicheren Ebene als beispielsweise mit einem Blogartikel oder einem You-Tube-Video. Denn der Zugang zum Kunden geht am besten über die Stimme. Dadurch baust du sofort einen persönlicheren Kontakt zu deiner Zielgruppe auf, wirkst authentisch und kannst genau ausdrücken, was du dir wichtig ist. So kann eine starke Kundenbeziehung aufgebaut werden. Bezahlte Werbekampagnen schaffen das in der Regel nicht. Du musst also keine Kunden mehr suchen, denn die Kunden finden im Idealfall dich –  kostenlos. Du bist ein Experte auf deinem Gebiet. Wenn du also darüber sprichst, wirkst du auch gleichzeitig glaubwürdig. Dies geht am besten, wenn du Interviews führst. Hier bietet es sich an, deine eigenen Kunden zu interviewen, welche beispielsweise deine Tipps umgesetzt haben oder dein Produkt gekauft haben. Ebenso kannst du mit anderen Experten zu deinem Thema sprechen. 

Ein weiterer Vorteil von Podcasts ist der komfortable Zugang. Während du dir für ein Video oder einen Text Zeit nehmen musst, so kannst du dir einen Podcast immer anhören. Egal, ob beim Sport, bei der Hausarbeit, gemütlich auf der Couch oder bei einem Spaziergang. 

Podcasts werden länger konsumiert. Viele Podcasts dauern länger als 30 Minuten und werden meist auch bis zum Schluss angehört. Es werden also alle Informationen angehört und bleiben besser im Gedächtnis der Konsumenten. 

Obwohl Podcast einen enormen Aufschwung erleben, gibt es dennoch immer noch viel mehr Blogs oder YouTube-Videos. Dort ist die Konkurrenz groß und es ist schwer, sich von anderen abzuheben. Beim Podcast-Marketing hast du – zumindest im Moment noch –  automatisch weniger Wettbewerb.

Welches Format für deinen Podcast?

Du kannst zwischen den drei gängigen Formaten wählen oder diese auch abwechselnd verwenden. 

  • Solokommentar

Beim Solokommentar sprichst du alleine. Du kannst hier beispielsweise dein neues Produkt vorstellen oder auf deine Dienstleistungen eingehen. 

  • One-to-One-Interview

Beim One-to-One-Interview hast du einen Interviewpartner, welchen du zu einem bestimmten Thema befragst. Dies kann ein Experte in deinem Bereich sein oder aber auch ein Kunde von dir. 

  • Panel 

Von einem Panel spricht man, wenn mehrere Gäste zu einer Gesprächsrunde zusammenkommen und sich zu einem Thema austauschen. 

Wie mache ich meinen Podcast bekannt?

Wie schon erwähnt, ist es sinnvoll den Podcast in eine Contentstratgie einzubetten. Für deinen Podcast kannst du daher beispielsweise Werbung über deine Social Media Kanäle machen. Hier eigenen sich Bilder oder Zitate mit einer kleinen Zusammenfassung des Inhalts. 

Eine weitere Möglichkeit ist, aus dem Podcast ein Audio-Format zu gestalten, welches du dann auf deinem YouTube-Kanal posten kannst. 

Was auch immer sehr gut funktioniert, ist die Transkription des Podcasts. Der Inhalt wird also verschriftlich und ein Blogartikel daraus gestaltet. Diesen kannst du dann auf deine Webseite stellen und so auf deinen Podcast aufmerksam machen. 

Ziele des Podcast-Marketing

  • Reichweite generieren,
  • Generierung von Leads,
  • Kundenbindung und -pflege, 
  • Werbung für Produkte und Dienstleistungen 
  • Steigerung der Bekanntheit des Podcasts und damit deiner Person bzw. deines Unternehmens. 

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass ein Podcast mittlerweile in keiner Marketingstrategie mehr fehlen darf und ein probates Mittel ist, um eine große Fangemeinde aufzubauen und diese auf sehr persönlicher Ebene zu erreichen.